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COMENIUS-Projekt 2012-2014

 

 

Das europäische Programm für schulische Bildung gibt es seit 1995. Ziel ist es, dass schulische Einrichtungen in ganz Europa an gemeinsamen Projekten arbeiten und so die europäische Integration mitgestalten. Schüler erwerben Fähigkeiten und Kompetenzen,  die ihnen in ihrer persönlichen Entwicklung  nützlich sein können, z.B. die Förderung des Fremdsprachenlernens.  Die Partnerschulen besuchen sich im Laufe einer 2-jährigen themenorientierten Partnerschaft und Jugendliche erfahren so die Globalisierung und  lernen andere Kulturen kennen und schätzen. 

Im Sommer 2011 wurde der erste Partner gefunden, eine weiterführende Schule in Stirling in Schottland. Im Herbst dann standen alle potentiellen Partner fest: Schulen in Schottland, Österreich, Spanien und Italien. Wir streben eine multilaterale Comenius Partnerschaft an.
 
Vom 10.-14. Februar 2012 fand ein vorbereitender Besuch in Österreich statt, welcher von der Nationalen Agentur (dem pädagogischen Austauschdienst) finanziert wurde. Zwei Lehrkräfte unserer Schule reisten früh am Freitagmorgen von Bielefeld nach Wien. Am Flughafen trafen wir auf drei Lehrer aus Spanien mit Übersetzerin und eine Lehrkraft aus Schottland,  die schon einige Stunden auf uns gewartet hatten. Mit dem Minibus ging es dann von Wien nach Seckau, zum katholischen Klostergymnasium. Die abenteuerliche Fahrt über tief verschneite Straßen verschlug uns die Sprache. Heil angekommen, durften wir unser Gepäck in der örtlichen Pension unterbringen. Im Kloster durften leider nur Männer schlafen.  Frau Mohr hatte Glück und bekam ein wunderschönes altmodisches Zimmer mit Bad und Balkon, nur leider funktionierte die Heizung nicht. Und das bei -17 C.  Frau Stebbing hatte ein schönes Zimmer und benutzte die sanitären Einrichtungen der Gasthofbesitzerin.  Zeit zum Frischmachen gab es nicht, denn unsere österreichischen Gastgeber warteten schon, um mit uns im Kloster zu Abend zu essen. Wir trauten unseren Augen kaum, als wir durch riesige Hallen mit goldenen und bemalten Kuppeln schritten, um zu unserem „Stüberl“ zu gelangen, welches von nun an als Esszimmer diente. Es gab Suppe, Salat und Wuchteln mit Vanillesauce, traditionelles österreichisches Essen. Nach anregenden Gesprächen unter Lehrern und den spanischen und österreichischen Schulleitern ging es zum Empfang ins Rektorenzimmer.  Zur Begrüßung gab es eine Kostprobe der im Kloster hergestellten Köstlichkeiten.

Dieses Zimmer durften wir am nächsten Tag für unsere harte Arbeit, der genauen Planung des Comenius Projektes und dem Ausfüllen des 45 Seiten langen Antrags nutzen. Von 9 Uhr morgens bis 21 Uhr abends rauchten unsere Köpfe, als wir auf Englisch über die geplanten Aktivitäten diskutierten.  Die italienischen Partner bekamen regelmäßige E-Mails und  wurden so in die Planungen mit einbezogen. Zur Entspannung besuchten wir den Konditorweltmeister von 2009, der tatsächlich in Seckau wohnt. Nach leckerem Kuchen ging es dann weiter mit der Arbeit. Welche Schule übernimmt welche Aufgabe? Wer soll wen wann besuchen? Wie wird was finanziert? Endlose Fragen und unzählige Antworten später  aßen wir dann mit dem Abt des Klosters zu Abend. Als einzige nicht katholische Lehrkraft musste Frau Stebbing viele Fragen zum Thema Religion beantworten! 

Zuletzt besichtigten wir das Kloster und erfuhren viele Geheimnisse. Sehr beeindruckend war der Besuch der Kirche, es war aber so kalt, dass sogar das Weihwasser gefroren war.

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Später fielen wir erschöpft ins Bett. Früh am Sonntagmorgen ging die Arbeit weiter, bis wir zum letzten Mittagessen ins Kloster gingen. Anschließend führten uns der Schulleiter und die dortige Comenius-Koordinatorin noch durch die ganze Schule und erklärten geduldig alles Wissenswerte auf Englisch und Deutsch. Eine wunderschöne Schule, wir haben viele beeindruckende Bilder mitgenommen.

Um drei Uhr nachmittags dann fuhren wir mit dem Minibus zurück nach Wien. Abends angekommen, ging die Arbeit sofort weiter, denn unser Antrag war immer noch nicht fertig. So langsam tat uns allen das Gehirn weh (ein Ausdruck der schottischen Lehrerin) und wir waren froh, als endlich fast alles fertig war. Aber leider nur fast! Am nächsten Morgen erwachten wir alle gut ausgeschlafen und nicht durchgefroren zum wunderschönen Frühstück im Hotel. Anschließend machten wir eine Stadtrundfahrt (mit der Tram!) und sahen so kostengünstig alle Teile des Wiener Zentrums. Schließlich erkundigten Frau Mohr und Frau Stebbing zu Fuß den Stephansdom, das Opernhaus und die Stallungen der Lipizzaner, den berühmten Pferden.

Gegen Nachmittag trafen wir uns dann wieder mit unseren Partnern und beendeten erfolgreich die Planung für unser Projekt.  Am nächsten Tag ging es wieder zurück nach Bielefeld, und nach 8 ½ Stunden Reise kamen wir wohlbehalten zurück.

Wir freuen uns sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit mit unseren Partnerschulen, die alle sehr herzlich und aufgeschlossen waren. Wir haben sogar ein paar spanische Worte gelernt und definitiv unser Englisch verbessert. Nun drücken wir alle ganz fest die Daumen und hoffen, dass unser Antrag akzeptiert und positiv beschieden wird. Das multilaterale Comenius Project wird eine besondere Erfahrung für unsere Schüler werden, wenn es von Sennestadt aus in die weite Welt geht.

Auf der Homepage der spanischen Schule wird es demnächst einen Blog,  Bilder und Videos über den Besuch in Österreich geben,  der Link wird dann hier erscheinen.

 

 

Sb