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Let`s go to Scotland! 

Bericht der Lehrer über die zweite Comenius Reise der THS nach Schottland vom 22.06. - 27.06.2013


Am Sa, 22. Juni um 4.30 Uhr morgens ging es los, unser Zug sollte um 4.56 Uhr abfahren. Die ersten Teilnehmer waren schon um 4.10 in der Bahnhofshalle, auf die letzten mussten wir warten, denn es gab schon frühmorgens eine Straßensperre aufgrund eines Verkehrsunfalles. Zweimal mussten wir umsteigen und das mit vollen Koffern. Endlich waren wir am Flughafen und konnten dort sofort einchecken. Dann stellten wir fest, dass einige von uns noch nie geflogen waren. Das sorgte für etwas Nervosität! Wir saßen in den ersten Sitzreihen des Fliegers und so hatten auch langbeinige Lehrkräfte genug Platz. Schwarzbrot mit Käse sollte unseren Hunger stillen, na immerhin etwas.

In Edinburgh gelandet, gaben wir unsere Koffer am Left Baggage Schalter ab. Eine sehr schottisch klingende Dame nahm unsere Koffer entgegen und die Schüler waren verwirrt, denn das, was sie da hörten, klang definitiv nicht wie Englisch. Mit dem Citylink Nr. 100 ging es schnell nach Edinburgh ins Stadtzentrum, dort trennten sich unsere Wege. Alle Schüler hatten vorher schon geplant, was sie besichtigen und unternehmen wollten.  Die Princess Street mit Blick auf die große Burg und den historischen Straßen liegt genau gegenüber der großen Shoppingmeile, da war für jeden etwas dabei.

Um 18 Uhr dann trafen wir auf die schottische Koordinatorin und auch die 9 Italienerinnen, die von einer deutschen Lehrerin begleitet wurde!  Die Gruppe war schon am Tag vorher angereist . 

Dann ging es zurück zum Flughafen, wo wir unsere Koffer holten und dann die Spanier willkommen hießen.  Gegen 8 Uhr abends  erreichten wir Stirling und die Wallace High School, die Gastfamilien unserer Schüler standen dort schon empfangsbereit und hatte große Namensschilder gemalt, so wusste jeder, wo er hinmusste. Auch hier wieder eine Überraschung: Zwei Schülerinnen hatten eine deutsche Gastfamilie.  Andere waren mit spanischen und italienischen Schülern zusammen untergebracht. Hier hieß es nun unweigerlich: English only please, damit alle sich verständigen konnten.

Wenn Sie nun genau wissen möchten, was unsere Schüler so erlebt haben, so lesen Sie bitte die entsprechenden Berichte, denn Lehrer und Schüler gingen oft getrennte Wege.

Die Lehrer fuhren zu ihrer Unterkunft, Studentenwohnungen der Universität Stirling. Hier hatten wir unser eigenes Zimmer mit Bad und einer Gemeinschaftsküche. Unser Ausblick auf den örtlichen Schrottplatz war sehr ungewöhnlich. Glücklicherweise war die Stirling Bridge nur wenige Minuten entfernt, ebenso wie Supermärkte und der Bäcker. Herr Storck und Herr Robrecht machten sich sofort auf Erkundungstour. Um 9 Uhr dann trafen wir uns mit allen Lehrern aus Italien, Spanien und Schottland zum Essen.

 

Am nächsten Morgen (Sonntag, 23. Juni) dann trafen wir unsere Schüler an der Schule wieder, es ging zum Tagesausflug nach Loch Lomond. Der Bus war schon etwas antik und einige besorgte Stimmen überlegten, ob er wohl den deutschen TÜV bestanden hätte. Die kurvigen Straßen verursachten so manchem ein wenig Übelkeit. In Loch Lomond ging es sofort zum Bootsanleger und all machten begeistert Fotos. Dann ging es los auf weite Fahrt, um schottische Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus zu besichtigen.

Ein einmaliges Erlebnis! Hinterher durften wir uns mit Fish und Chips oder Burgern stärken, lecker. Es war nur sehr kalt und windig, denn wir mussten draußen essen. Anschließend wanderten wir zu einem nahe gelegenen Shopping Centre, am Wasser gelegen mit vielen Cafes. Dort ruhten sich die Lehrer aus und die Schüler opferten ihre schottischen Pfunde. Schon vorher stellten einige überrascht fest, dass schottisches und englisches Geld nicht das Gleiche ist. Und wie viele unterschiedliche Banknoten es gibt!

Die Schüler kehrten abends zu ihren Gastfamilien zurück und die Lehrer trafen sich abends zum gemütlichen Beisammensein.

 

Am Montag, 24. Juni ging es dann pünktlich zur Schule, dort wurden wir herzlich begrüßt. Eine Dudelsackspielerin spielte dann solange, bis alle unsere Schüler im Unterricht waren.  Jeder hatte andere Unterrichtsstunden, je nachdem, welchen Stundenplan der Gastgeber hatte. Die Lehrer besichtigten die Schule und waren fassungslos:

Fitness Center, Schwimmbad, Tanzstudio, Turnhallen, Fahrrad Parcours, absolut neue und superschnelle Computer in 7 !! Computerräumen. Ein Ruhe- und Cafezimmer für die Lehrer mit Aussichtsterrasse , mehrere Lehrerzimmer alle mit PCs an jedem Platz und natürlich auch das Lehrerraumprinzip, auch mit PCs und Whiteboard in jedem Raum.

Und eine supermoderne Mensa mit integriertem Shop.

Nun stellten wir fest, dass an dieser Superschule die Schüler genauso sind wie bei uns: Nach der Pause lag überall Müll und Dreck. Daher gibt es dort Putzfrauen, die nach jeder Pause aufräumen. Unglaublich aber wahr.

Weiterhin hat die Schule eine eigene Polizistin und mehrere Sozialarbeiter. Die holen faule Schüler auch schon mal aus dem Bett. Und auch das Arbeitsamt ist dort täglich vertreten.

Am besten gefiel uns die Schuluniform,  dadurch wirkt alles sehr seriös und stilvoll, das fanden jedenfalls unsere Schüler.

Nachmittags dann mussten alle Schüler und Lehrer des Comenius Projektes Shortbread backen, besonders Herr Storck und Herr Robrecht waren mit Feuereifer dabei, und es schmeckte auch wirklich gut. Die Schüler bekamen Schulschürzen und während der Wartezeit sangen und tanzten die Spanier. Von Langeweile keine Spur, internationales Backen machte Spaß.

Später dann sollten die Lehrer zum Wallace Monument wandern,  aber da es schon so spät war, wurden wir hingefahren. (Ein Glück!)  Atemberaubende Aussicht und starker Wind empfing uns. Einige Lehrer erhielten oben im Turm sogar eine Urkunde, leider schafften es nicht alle bis nach oben. Viele Schüler waren auch mit ihren Gastfamilien dort.

 

Am Dienstag 25. Juni dann ging es früh los nach Edinburgh, zur Besichtigung der Burg. Leider war die Zeit in der Hauptstadt Schottlands nur sehr kurz. Um 14.30 fuhren wir schon zurück nach Stirling, denn  abends sollte es eine Theateraufführung der Schule geben. Um 7 Uhr trafen sich Lehrer und Schüler im Theater der Wallace High School wieder. Die Vorstellung „Beauty and the Beast“ war unglaublich gut, eine hervorragende Leistung! 1 Jahr Vorbereitungszeit und auch nur in AGS entstand ein kleines Meisterwerk. Da machte es auch nichts, dass am Ende die rote Rose des Biestes aus Versehen samt Vase zerbrach, oder das Biest seine Haarpracht vorzeitig verlor.

Ein gelungener Abend !

 

Mittwoch, 26. Juni  Nun brach unser vorletzter Tag an, und wir hatten alle Sportunterricht! Zuerst lernten wir Softball draußen auf den Spielfeldern und dann ging es in die Turnhalle zum Ceilidh Lernen. Dieser schottische Tanz hat es in sich und die Schüler und Lehrer übten stundenlang und mit großem Engagement.

Nachmittags dann wurden wir im Rathaus vom Bürgermeister empfangen, der eine eindrucksvolle interessante Rede hielt. Er trug eine imposante silberne Kette, und hatte auch seinen Leibwächter mit Zepter dabei. Anschließend unterhielt er sich lange mit den Schülern, die so etwas noch nie erlebt hatten. Auch hungrige Gäste wurden versorgt, es gab typische schottische Kekse, Kuchen und Getränke. Die schottischen Schüler brachten uns sogar ungefragt den Kaffee an den Tisch – perfekter Service.

Am Ende setzte sich der Bürgermeister Lord Provost an unseren Tisch und unterhielt sich lange mit unseren THS Lehrern.

Nun brach der letzte Abend an: Die Abschiedsparty im Gemeindehaus einer Kirche.

Ein leckeres Buffet erwartete uns und gute schottische Musik. Die Schüler tanzten viele schottische Tänze und das morgendliche Üben hatte sich gelohnt, ein voller Erfolg. Auch die Lehrer mussten Tanzen, Ausreden halfen  nicht. Der spanische Schulleiter hatte sich sogar einen Kilt geliehen, und wurde von allen fotografiert.

Leider wurde schon ab 22 Uhr aufgeräumt und um 23 Uhr war Schluss, obwohl es gerade so schön war. Trotz eines Sitzstreiks an unserem Tisch mussten wir aufgeben – die Party war zu Ende.

 

Donnerstag, 27. Juni Am nächsten Morgen dann flossen viele Tränen, denn gerade hatten sich alle Schüler eingelebt und an den schottischen Akzent gewöhnt und schon mussten wir wieder zurück fahren. Ganz toll war es, dass einige Gasteltern den deutschen Eltern einen Brief geschrieben hatten, in denen die deutschen Gastkinder  in höchsten Tönen gelobt wurden.

Abschiedsgeschenke und viele Umarmungen später dann hieß es „get on the bus“ und es ging zum Flughafen.

Pünktlich um 19 Uhr erreichten wir den Bielefelder Hauptbahnhof und waren uns einig, das Schottland ganz toll war und ein einmaliges Erlebnis.

 

 Sb  

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